Max Maydl

©Max Maydl

©Alexandra Schurz/Emma Kamp

A Cola, a Couch, mei Rua und irgendwer der da sogt dos …

nico­las robert lang in seinem Ele­ment — poet­isch und musikalisch in eingängiger Dialek­t­musik zwar einge­fan­gen, doch die die drama­tis­chen Höhep­unk­te holen uns dann später ein.

Acht Monate nach Erscheinen seines Live Albums “So ver­hazen wir unsere Jugend” spielt der gesellschaft­skri­tis­che Aus­tropop-Lie­der­ma­ch­er nico­las robert lang im Trio mit Pia Dietl, Kon­tra­bass und Gesang, und Felix Bran­dauer (Ö1 Tal­en­te­börse), Steirische Har­moni­ka,  auf der Bühne im Kolp­ing­haus in 1180 Wien, ein­ge­laden vom Kul­turvere­in “Ini­tia­tive Währing”

“Hat der das jet­zt wirk­lich gesun­gen?” So fragt sich Diet­mar Hosch­er im Con­cer­to Mag­a­zin (6/2025). Und die Texte haben es wirk­lich in sich: “Erhobe­nen Haupts aus Mau­thausen marschiert / das ist eine beachtliche Leis­tung / Wir hät­ten Sie gern auf der Stiege faschiert / des darf ma jet­zt nim­mer, doch sei´s drum”  — Um Gottes (dem auch ein Song gewid­met ist, mit dem tre­f­fend­en Refrain “Lasst´s erm in Rua”) Willen! Darf man der­ar­tige Zeilen im Öster­re­ich des Jahres 2025 zu Papi­er brin­gen, ja sog­ar noch ver­to­nen?”… 

“So real, sur­re­al“ wird zu einem Abend, der das Poten­tial hat, erschüt­ternd, über­raschend und stim­mungsvoll heit­er gle­ichzeit­ig zu sein. Wie Pia Dietl die öster­re­ichis­che Bun­deshymne mit den dun­klen Kapiteln der Geschichte ver­webt, sprengt dann jedoch alle Erwartun­gen.

Poet­isch, kri­tisch und scho­nungs­los hält er der Gesellschaft nicht den Spiegel vor, son­dern wirft seinem Pub­likum vielmehr dessen Scher­ben vor die Füße. Krieg, Faschis­mus, Miss­brauch in der Kirche und eine unmen­schliche Flüchtlingspoli­tik klin­gen aufs Erste nicht nach der passenden the­ma­tis­chen Grund­lage für eingängige Dialek­t­musik. Aber genau diesen Spa­gat schafft der junge Musik­er und Dichter nico­las robert lang in seinen Songs wie „Gschicht’n aus der Sakris­tei“ oder „Wien noch Wien“.

Bre­it gefächert, aber “Bei ihm ist nichts banal (Michael Ter­nai, music aus­tria) — “Zwis­chen Lied und Chan­son … gibt “So ver­hazn wir unsere Jugend” (Blind Rope), das erste Live-Album von nico­las robert lang , “einen guten Ein­druck sein­er düsteren, schwarzhu­mori­gen Kun­st, in der er gegen Kirche und Nazis austeilt.” (Sebas­t­ian Fasthu­ber, Fal­ter).

Die fast an Haus­musik anmu­tende Tri­obe­set­zung, beste­hend aus Pia Dietl (Kontrabass/Gesang), Felix Bran­dauer (Steirische Har­moni­ka) und dem Song­writer selb­st (Gesang, Gitarre), schafft eine einzi­gar­tige Atmo­sphäre zwis­chen Rebel­lion und Heimeligkeit, die in der öster­re­ichis­chen Pop­musik sel­ten zu find­en ist. Die drei klas­sisch aus­ge­bilde­ten Musiker*innen ver­schmelzen gekon­nt die ver­schieden­sten Stile, von Volksmusik bis Kirchen­soul.

Nach Auftrit­ten 2026 beim Blues Spring im Mozarthaus, bere­its 2024 im ORF Radiokul­turhaus und bei den Europäis­chen Lit­er­aturta­gen, und 2025 u.a. im Alten Kino Rankweil, im Kulturbogen55 in Inns­bruck, in der Tam­Tam Bar in München, im schö­nen Cafe Shake­speare in Salzburg sowie im Lan­desthe­ater in Linz und natür­lich im OKH Vöck­labruck bespielte nico­las robert lang regelmäßig die Sargfab­rik und das wun­der­bare Cafe Schopen­hauer in Wien. Auch Kul­tur­som­mer Wien, Styr­i­arte Graz, im Lit­er­aturhaus Graz, als Final­ist des Lit­er­atur­wet­tbe­werbs „Wir lesen uns die Mün­der wund“ 2024 im Lit­er­aturhaus Salzburg sind Sta­tio­nen sein­er Auftrittshis­to­rie — und nun der erst­ma­lige Auftritt in seinem Geburts­bezirk Währing im

Kolp­ing­haus Währing
1180 Wien, Gentz­gasse 27

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