nicolas robert lang in seinem Element — poetisch und musikalisch in eingängiger Dialektmusik zwar eingefangen, doch die die dramatischen Höhepunkte holen uns dann später ein.
Acht Monate nach Erscheinen seines Live Albums “So verhazen wir unsere Jugend” spielt der gesellschaftskritische Austropop-Liedermacher nicolas robert lang im Trio mit Pia Dietl, Kontrabass und Gesang, und Felix Brandauer (Ö1 Talentebörse), Steirische Harmonika, auf der Bühne im Kolpinghaus in 1180 Wien, eingeladen vom Kulturverein “Initiative Währing”
“Hat der das jetzt wirklich gesungen?” So fragt sich Dietmar Hoscher im Concerto Magazin (6/2025). Und die Texte haben es wirklich in sich: “Erhobenen Haupts aus Mauthausen marschiert / das ist eine beachtliche Leistung / Wir hätten Sie gern auf der Stiege faschiert / des darf ma jetzt nimmer, doch sei´s drum” — Um Gottes (dem auch ein Song gewidmet ist, mit dem treffenden Refrain “Lasst´s erm in Rua”) Willen! Darf man derartige Zeilen im Österreich des Jahres 2025 zu Papier bringen, ja sogar noch vertonen?”…
“So real, surreal“ wird zu einem Abend, der das Potential hat, erschütternd, überraschend und stimmungsvoll heiter gleichzeitig zu sein. Wie Pia Dietl die österreichische Bundeshymne mit den dunklen Kapiteln der Geschichte verwebt, sprengt dann jedoch alle Erwartungen.
Poetisch, kritisch und schonungslos hält er der Gesellschaft nicht den Spiegel vor, sondern wirft seinem Publikum vielmehr dessen Scherben vor die Füße. Krieg, Faschismus, Missbrauch in der Kirche und eine unmenschliche Flüchtlingspolitik klingen aufs Erste nicht nach der passenden thematischen Grundlage für eingängige Dialektmusik. Aber genau diesen Spagat schafft der junge Musiker und Dichter nicolas robert lang in seinen Songs wie „Gschicht’n aus der Sakristei“ oder „Wien noch Wien“.
Breit gefächert, aber “Bei ihm ist nichts banal (Michael Ternai, music austria) — “Zwischen Lied und Chanson … gibt “So verhazn wir unsere Jugend” (Blind Rope), das erste Live-Album von nicolas robert lang , “einen guten Eindruck seiner düsteren, schwarzhumorigen Kunst, in der er gegen Kirche und Nazis austeilt.” (Sebastian Fasthuber, Falter).
Die fast an Hausmusik anmutende Triobesetzung, bestehend aus Pia Dietl (Kontrabass/Gesang), Felix Brandauer (Steirische Harmonika) und dem Songwriter selbst (Gesang, Gitarre), schafft eine einzigartige Atmosphäre zwischen Rebellion und Heimeligkeit, die in der österreichischen Popmusik selten zu finden ist. Die drei klassisch ausgebildeten Musiker*innen verschmelzen gekonnt die verschiedensten Stile, von Volksmusik bis Kirchensoul.
Nach Auftritten 2026 beim Blues Spring im Mozarthaus, bereits 2024 im ORF Radiokulturhaus und bei den Europäischen Literaturtagen, und 2025 u.a. im Alten Kino Rankweil, im Kulturbogen55 in Innsbruck, in der TamTam Bar in München, im schönen Cafe Shakespeare in Salzburg sowie im Landestheater in Linz und natürlich im OKH Vöcklabruck bespielte nicolas robert lang regelmäßig die Sargfabrik und das wunderbare Cafe Schopenhauer in Wien. Auch Kultursommer Wien, Styriarte Graz, im Literaturhaus Graz, als Finalist des Literaturwettbewerbs „Wir lesen uns die Münder wund“ 2024 im Literaturhaus Salzburg sind Stationen seiner Auftrittshistorie — und nun der erstmalige Auftritt in seinem Geburtsbezirk Währing im
Kolpinghaus Währing
1180 Wien, Gentzgasse 27
FREIER EINTRITT! FÜR SPEIS UND TRANK WIRD GESORGT!
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