Max Maydl

©Max Maydl

Nicolas Robert Lang im Trio mit Felix Brandauer und Pia Dietl

Krieg, Faschis­mus, Miss­brauch in der Kirche und eine unmen­schliche Flüchtlingspoli­tik klin­gen aufs Erste nicht nach der passenden the­ma­tis­chen Grund­lage für eingängige Dialek­t­musik. Aber genau diesen Spa­gat schafft der junge Musik­er und Dichter nico­las robert lang in seinen Songs wie „Gschicht’n aus der Sakris­tei“ oder „Wien noch Wien“. Nicht weniger kun­stvoll bewegt er sich dann in seinem wohldurch­dacht­en, mak­aber direk­ten Liebeslied „Zyankali und Schmusen“: „Bevor de Sup­pn aufg­wamt is, is es Zeit für di zum Ster­ben“.

Die fast an Haus­musik anmu­tende Tri­obe­set­zung, beste­hend aus Pia Dietl (Kontrabass/Gesang), Felix Bran­dauer (Steirische Har­moni­ka) und dem Song­writer selb­st (Gesang, Gitarre), schafft eine einzi­gar­tige Atmo­sphäre zwis­chen Rebel­lion und Heimeligkeit, die in der öster­re­ichis­chen Pop­musik sel­ten zu find­en ist. Die drei klas­sisch aus­ge­bilde­ten Musiker*innen ver­schmelzen gekon­nt die ver­schieden­sten Stile, von Volksmusik bis Kirchen­soul.

Neben Liedern find­en sich im Pro­gramm auch Texte von nico­las robert lang, die das musikalisch Gehörte noch um einige zusät­zliche gedanke­nan­re­gende Nuan­cen erweit­ern.

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